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Pummerin
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Die (neue) Pummerin [, wienerisch ] ist eine seit 1957 im Nordturm des Stephansdoms in Wien hĂ€ngende Kirchenglocke. Die alte Pummerin aus dem Jahre 1711 hing im SĂŒdturmcite-ref-1[1] und war beim Dombrand am 12. April 1945 herabgestĂŒrzt und zerbrochen.
Die jetzige Pummerin wurde 1951 in St. Florian bei Linz gegossen und ist mit 20.130 kg (ohne Klöppel und sonstige Armaturen) und 314 cm Durchmesser die gröĂte Glocke Ăsterreichs, die drittgröĂte Glocke West- und Mitteleuropas, die sechstgröĂte schwingende der Welt und die drittgröĂte freischwingende in einem Kirchturm.
Sie erklingt im Schlagton c0 +4/16 (a1 = 435 Hz) und wird nur zu bestimmten AnlĂ€ssen gelĂ€utet. Darunter ist traditionell der Jahreswechsel, wobei gleichzeitig Aufzeichnungen in Radio und Fernsehen gesendet werden, bevor dort der ebenso traditionelle Donauwalzer erklingt. Geweiht ist sie der heiligen Maria, laut Inschrift die âKönigin von Ăsterreichâ.
Wegen des teilweise aus Kanonen des osmanischen Heeres stammenden Materials und ihres Neugusses in der Anfangszeit der Zweiten Republik ist sie auch ein Symbol fĂŒr den Frieden, die wiedererlangte Freiheit nach der Besatzungszeit und, als Geschenk des Bundeslandes Oberösterreich, fĂŒr den Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stephansdoms. Etwas ĂŒberschwĂ€nglich wird die Pummerin auch als âStimme Ăsterreichsâ bezeichnet. Der Name leitet sich her von dem tiefen, âpummerndenâ Schlagton.
Contents
âą Alte Pummerin
âą Halbpummerin
âą Neue Pummerin
âą LĂ€uteordnung
âą Wien
âą Bayern
⹠Böhmen
âą Literatur
âą Film
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Alte Pummerin
Ihre VorgĂ€ngerin war die von 1711 bis 1945 im groĂen SĂŒdturm hĂ€ngende Alte Pummerin, ursprĂŒnglich Josephinische Glocke genannt. Sie wurde aus zurĂŒckgelassenen Kanonen der Zweiten Wiener TĂŒrkenbelagerung von 1683 gegossen. Mit ihrer reichen barocken Zier war sie kĂŒnstlerisch qualitĂ€tvoll, klanglich jedoch weniger gelungen. Die Alte Pummerin ertönte zum ersten Mal am 26. JĂ€nner 1712 anlĂ€sslich der Heimkehr Karls VI. von seiner Kaiserkrönung.cite-ref-2[2]
Beim Brand des Doms zu Ende des Zweiten Weltkriegs im April 1945 brach der hölzerne Glockenstuhl zusammen. Die Glocke zerschellte auf dem Gewölbering ĂŒber der Turmhalle; ihre BruchstĂŒcke fielen durch die Ăffnung in die Turmhalle.cite-ref-0-3-0[3] Ihre TrĂŒmmer sowie Reste weiterer zerstörter Domglocken wurden beim Guss der neuen Pummerin wiederverwendet.
Guss und Glockenbeschreibung
Am 18. Dezember 1710 erhielt der StĂŒckgieĂer, wobei StĂŒck ein alter Ausdruck fĂŒr GeschĂŒtz ist, Johann Achamer (1650â1712) von Kaiser Joseph I. (â 17. April 1711) den Auftrag, aus Kanonen, welche von den TĂŒrken in der Zweiten TĂŒrkenbelagerung im Jahre 1683 vor Wien zurĂŒckgelassen worden waren, eine Glocke zu gieĂen. Am 21. Juli 1711, dem Namenstag der kaiserlichen Witwe, wurde die Glocke in der Wendelstadt (heute Burggasse; Nr. 55) gegossen. Die dort am Eck beginnende Stuckgasse erinnert noch an die GieĂerei.
Die Alte Pummerin hatte bei der Einweihungcite-ref-dutzele-4-0[4] insgesamt eine Masse von etwas mehr als 402 Zentner (22.512 kgcite-ref-trapp-5-0[5]), davon die Glocke ohne Joch 324 Zentner 31 Pfund (18.317 kg); das Joch hatte 70 Zentner (3.920 kg) und der Klöppel 7 Zentner 75 Pfund (812 kg). Die am Glockenrand angegebenen 30.000 Pfund entsprechen 16.800 kg. Der Durchmesser betrug 10 Schuh (320 cmcite-ref-trapp-5-1[5]), die Höhe samt Krone 9 Schuh, 8œ Zoll (295 cm) und die Dicke des Schlagrings betrug 8 Zoll (21 cm). Sie erklang mit dem Schlagton H â4/16 mehr als einen Halbton tiefer als die heutige Pummerin, wobei Glocken damals mehr nach Gewicht und nicht nach Klang gegossen wurden. Bis in das 19. Jahrhundert hieĂ sie offiziell nach dem Stifter Josephinische Glocke,cite-ref-6[6] wurde aber bald von der Bevölkerung, lautmalerisch an ihren tiefen Ton anknĂŒpfend, âPummerinâ genannt.
1. Unter einem Bild des auf einer Wolke stehenden heiligen Joseph, neben dem die Wappen von Ungarn und Böhmen angebracht waren, stand: âJOSEPHVS Rom. Imp. Semper Augustus AEream hanc molem Munificentiae suae magnitudine Haud indignam Ut Ob tot tantasque Victorias Ad gratias Numinis agendas Subjectos Populos Grandi Sonitu excitaret, Fieri Albertinaeque Turris Ad Singulare decus Isthuc attolli jussit.â âJoseph I. Römischer Kaiser, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, lieĂ diese ungeheure Wucht von Erz, auf daĂ sie der GröĂe seiner Freigiebigkeit angemessen sei, verfertigen und in diesen albertinischen Turm zur besonderen Zierde desselben aufziehen, damit der mĂ€chtige Schall die Völker antreibe, mit ihm dem AllmĂ€chtigen fĂŒr so viele und so herrliche Siege zu danken.â
2. Unter dem Bild der Unbefleckten EmpfĂ€ngnis, neben dem der kaiserliche Adler im Herzschilde Ăsterreichs und Kastiliens Wappen angebracht waren, stand: âDEIPARĂ Sine Originali labe conceptae Josephi Dei in terris LEOPOLDI Divi Marchionis, Triadis Austriae Tutelaris Sanctissimis, maximisque nominibus Sanctissimis, Victricem tempestatum, fulminumque Machinam Solenni ritu Insignivit, Sacravit Franciscus Ferdinandus ex Baron De Rumel S. R. J. Princeps Episcopus Viennensis.â âDer ohne Makel empfangen habenden Gottesmutter, Joseph dem NĂ€hrvater Gottes auf Erden, dem heiligen Markgrafen Leopold, diesen erhabenen Namen weihte man die Glocke, die ĂŒber Ungewitter siegreich ist und deren hervorragendes LĂ€utewerk einen alljĂ€hrlich wiederkehrenden Ritus anzeigt, Franz Ferdinand Freiherr von Rummel, des Heiligen Römischen Reichs FĂŒrsten und Bischof zu Wien.â
3. Unter dem Bild des heiligen Leopold mit dem Wappenschild Ăsterreichs (Bindenschild) stand: âAerae Xstianae M.DCC.XI. Anno Quo Austriae ubique Locum tenentem egit Ferdinandus Carolus Comes Ă Welz Consulis, Johannes Franciscus Benighoffer Aeris Civici Custodis Joannes Sebastianus Höpffner a Brent Aedilis munus egit Georgius Altschaffer.â âIm Jahre 1711, da Ferdinand Carl Graf von Welz Statthalter, Johann Franz Wenighofer BĂŒrgermeister, Johann Sebastian Höpfer von Brandt StadtoberkĂ€mmerer, und Georg Altschaffer Baumeister war.â
4. Um den mit Laubwerk verzierten Rand stand, wobei bei âCCICCâ die letzten beiden âCâ umgedreht waren: âSaevientis in Viennam Anno MDCLXXXIII Duosque post menses inde per Carolum Lotharingiae Ducem, et foederatos Principes Xstianos prostigatae Turciae Captivum fulminantium Machinarum aes in grande hoc Divini cultus instrumentum ter CCICC ac plurium libr. Fusoria arte feliciter mutavit Joannes Archamer Caesareae Rei tormentariae fusor.â âDas Erz der tĂŒrkischen Kanonen, aus denen sie 1683 durch 2 Monden gegen Wien wĂŒtheten, bis sie durch Carln Herzogen von Lothringen und die verbĂŒndeten christlichen FĂŒrsten hinweggeschlagen wurden, hat Johann Achammer, kaiserlicher StuckgieĂer, in dieses, dem Dienste Gottes geweihte Werkzeug von mehr als 30,000 Pfund mit Kunst und mit GlĂŒck verwandelt.â
Transport und Weihe
Da die Glocke so groĂ war und nur durch eines der Stadttore passte, konnten von der GieĂerei zum Dom keine direkten und niveaumĂ€Ăig gĂŒnstigen Wege gewĂ€hlt werden. Man musste einen Umweg ĂŒber das Glacis rund um die Stadt zur Obere Fallen beim Roten Turmcite-ref-8[8] (spĂ€ter Fischerthorcite-ref-9[9], heute etwa Morzinplatz) machen. In der neuen Befestigungsanlage war nur dieses Tor groĂ genug. So musste man in Kauf nehmen, vor allem ab dem Schottentor bergab und von der Stadtmauer zum Dom relativ steil bergauf zu ziehen. Diese UmstĂ€nde fĂŒhren bis heute dazu, dass nicht selten fĂ€lschlicherweise die dem Tor nĂ€chstgelegene Vorstadt, die ĂŒber der Donau gelegene Leopoldstadt, als Gussort angegeben wird. Schon Monate vorher wurde einem Baumeister der Auftrag erteilt, auf der Strecke vom Roten Turm bis zum Stephansfriedhof (die heutige RotenturmstraĂe) die Festigkeit aller unterirdischer Gewölbe zu kontrollieren und falls erforderlich durch Pölzung mit Pfosten zu verstĂ€rken.cite-ref-10[10]
Am 29. Oktober begann der Transport auf einem eigens gebauten Wagen. Dieser wurde von 200 Freiwilligen â vom Adeligen bis zum Handwerksburschen â an zwei mĂ€chtigen Seilen gezogen. Den ursprĂŒnglichen Plan, Pferde zu verwenden, lieĂ man fallen, da man fĂŒrchtete, dass sie nicht im GleichmaĂ gezogen hĂ€tten. Am 4. November war man beim Fischertor angelangt, und am 6. November erreichte man den Stephansdom. Da der Wagen etwas breiter als die Glocke war, die lichte Weite des Domportals nur 2,4 m betrĂ€gt und der Abstand zwischen den innersten GewĂ€ndesĂ€ulen nur 3,2 m misst, mussten zumindest die TĂŒrpfosten im unteren Bereich entfernt werden. Ebenso wurde eine Vierung aus dem unteren Teil des Tympanons ausgeschnitten und wieder ersetzt, dessen Unterkante heute 4,4 m ĂŒber dem Boden liegt.cite-ref-11[11] Beim ganzen Transport wurden zwei Maurer schwer verletzt, fĂŒr welche die Stadt die Behandlungskosten ĂŒbernahm.cite-ref-camesina-7-1[7]cite-ref-12[12]
Am 15. Dezember 1711 wurde die Glocke von Bischof Franz Ferdinand Freiherr von Rummel geweiht, die Weihepredigt hielt Pater Reifenstuhl.cite-ref-13[13] Ab dem nĂ€chsten Tag begann man, sie in den âAlbertinischen Turmâ aufzuziehen. Zum ersten Mal gelĂ€utet wurde sie am 27. JĂ€nner 1712 zum Gottesdienst zur RĂŒckkehr Karl VI. von seiner Krönung als Römisch-Deutscher Kaiser.cite-ref-dutzele-4-2[4]cite-ref-camesina-7-2[7] 16 Mann mussten zusammen am Glockenstrang ziehen, und es dauerte eine Viertelstunde, bis der Klöppel das erste Mal anschlug.
Siehe auch
:
Josephinische SĂ€ule
Betrieb bis zur Zerstörung
Ăblicherweise wurde sie an zehn Tagen im Jahr gelĂ€utet. Beim groĂen GelĂ€ute anlĂ€sslich eines Dank-Gottesdienstes fĂŒr den Frieden von Wien (1738)cite-ref-14[14] unter Anwesenheit hoher und allerhöchster Persönlichkeiten, die da wĂ€ren âbeide regierenden kaiserlich königlichen katholischen MajestĂ€ten, den durchlauchten Erzherzoginnen in Begleitung des pĂ€pstlichen Nuntius Paulucci, des französischen Botschafters Marquis de Mirepoir und des venetianischen Botschafters Herrn Alexander Zen, den kaiserlichen geheimen RĂ€ten und KĂ€mmerern wie auch vieler anderer hoher Standespersonen beiderlei Geschlechtsâ, zersprang am 28. Juni 1739 der Schwengel. Beim Hammerschmied Sebastian Wiener (Wimer) in âPising hinter Neustadtâ (heute Piesting) wurde daher ein neuer, angeblich 15 Zentner 70 Pfund schwerer Schwengel gegossen (879 kgcite-ref-trapp-5-2[5] möglicherweise erst 1740, 1952 soll dieser Schwengel 813 kg gehabt habencite-ref-oo1952-15-0[15]). Dieser Klöppel soll auch anfangs bei der neuen Pummerin verwendet worden sein. Wegen des groĂen Gewichts ruhte die Glocke gewöhnlich auf zwei Eichenbalken, die man vor dem LĂ€uten herunterschraubte.cite-ref-dutzele-4-3[4]cite-ref-16[16]
Obwohl ein gut gebauter Glockenstuhl Schwingungen dĂ€mpfen kann, wurde die Pummerin zu einem Problem fĂŒr den schlanken, hohen SĂŒdturm. Dombaumeister Friedrich von Schmidt untersagte, nachdem er Risse im Turm entdeckt hatte, 1875 das LĂ€uten der Pummerin. Man bockte sie auf, hob sie vor dem LĂ€uten an, und schlug nur den Klöppel an.cite-ref-17[17] 1908 kam es anlĂ€sslich des 60. RegierungsjubilĂ€ums Kaiser Franz Josephs I. zu der Initiative, die Glocke nach âdreiĂigjĂ€hrigem Schweigen wieder die GlĂ€ubigen zu Tedeum in den Domâ rufen zu lassen.cite-ref-18[18] Erst beim BegrĂ€bnis von Kaiser Franz Joseph I. im Jahre 1916 machte man eine Ausnahme.cite-ref-19[19] Zum letzten Mal war sie nach Domkapellmeister Anton Wesely zu Ostern 1937 zu hören.cite-ref-20[20] Nach Karl Rudolf, einem Augen- und Ohrenzeugen aus der nĂ€heren Umgebung von Kardinal Innitzer, âlĂ€uteten in Linz und Wien beim Einzug Adolf Hitlers die Glocken, auch die alte âPummerinâ von St. Stephan [⊠Wahrscheinlich sind der 12. und der 14. April 1938 gemeint]âcite-ref-21[21]
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in etlichen HĂ€usern rund um die Kirche zu PlĂŒnderungen und Brandstiftungen; der Dom fing Feuer und brannte vom 11. bis 13. April 1945. Da vom 6. bis zum 13. April im Stadtgebiet die KĂ€mpfe zwischen deutschen und sowjetischen Truppen tobten und in der Nacht vom 11. auf den 12. April gerade der Donaukanal Richtung Brigittenau ĂŒberquert wurde, war an Löscharbeiten nur schwer zu denken. Auch standen ab dem 7. April nur ein einsatzfĂ€higes Löschfahrzeug und 18 FeuerwehrmĂ€nner zur VerfĂŒgung. Die beiden groĂen Wasserleitungen des Doms waren bereits am 12. MĂ€rz 1945 bei einem US-Bombenangriff zerstört worden. Durch den Brand fing auch der hölzerne Glockenstuhl Feuer; die Pummerin stĂŒrzte am 12. April 1945 um 14:30 Uhr in die Tiefe, zerbrach auf dem Gewölbering ĂŒber der Turmhalle, in welche ein GroĂteil ihrer BruchstĂŒcke fielencite-ref-0-3-1[3] und dabei das TĂŒrkenbefreiungsdenkmal zerstörten. Ihr Klöppel liegt heute im Lapidarium unter dem Mittelschiff.cite-ref-22[22]
Halbpummerin
Schon vor der Josephinischen Glocke gab es eine Glocke im Dom, die Pummerin genannt wurde, gegossen 1558 von Urban WeiĂ. Ihr eigentlicher Name war Johannesglocke. Erst im 19. Jahrhundert ging die Bezeichnung Pummerin auf die gröĂere und tontiefere Josephinische Glocke ĂŒber, wĂ€hrend sich fĂŒr die Johannesglocke der Name Halbpummerin einbĂŒrgerte. Diese hing im Nordturm, wo heute die Pummerin hĂ€ngt. Die Halbpummerin wog 11.676 kg, hatte einen Durchmesser von 257 cm, und erklang auf dem Schlagton e0 +8/16. Diese Glocke soll klanglich und kĂŒnstlerisch ein Meisterwerk ersten Ranges gewesen sein, der berĂŒhmten Gloriosa des Erfurter Domes ebenbĂŒrtig. Zum Zeitpunkt ihres Gusses war die Halbpummerin die gröĂte Glocke im deutschen Sprachraum. WĂ€hrend der Zweiten Wiener TĂŒrkenbelagerung war sie die einzige Glocke der Stadt, die bei drohender Gefahr gelĂ€utet werden durfte, weshalb sie bisweilen auch Angsterin genannt wurde.cite-ref-wernisch-23-0[23]
Die Halbpummerin stĂŒrzte in der Nacht vom 11. zum 12. April 1945 beim Dombrand ins Querhaus. Die geborgenen Reste wurden ebenfalls fĂŒr den Guss der neuen Pummerin verwendet.
Neue Pummerin
Guss und Glockenbeschreibung
Aus dem geborgenen Material der alten Pummerin (16.592 kg), Teilen zweier ebenfalls abgestĂŒrzter Glocken aus dem Stephansdom (sogenannte Halb- und Viertelpummerin, 7.130 kg) und etwas Material aus den BestĂ€nden der GlockengieĂerei (1.400 kg, zusammen 25.122 kg)cite-ref-oo1952-15-1[15] wurde im Jahre 1951, als Geschenk des Bundeslands Oberösterreich, durch die Oberösterreichische Glocken- und MetallgieĂerei in Sankt Florian unter dem Werkmeister Ing. Karl GeiĂ (bzw. Geisz, 1905â1953, Karl-GeiĂ-Gasse) und dem Gussmeister Edmund Karl eine neue gegossen. Die nötige Infrastruktur in der GieĂerei (GieĂgrube, Ofen) musste wegen der Dimensionen eigens errichtet werden. 1949 begann man mit dem Aufbau der Form. Der erste Guss vor einem Publikum von etwa 600 Leuten am 26. Oktober 1950 misslang: zehn Minuten nach dem Anstich gab ein StĂŒtzbalken der VerdĂ€mmung nach, die auf 1300 °C erhitzte Glockenspeise floss aus und setzte die ZuschauertribĂŒne in Brand. Die schon seit dem Vortag in Bereitschaft stehende Marktfeuerwehr konnte das Feuer in kurzer Zeit löschen. Der zweite Guss wurde am 5. September 1951 von 10:21 Uhr bis 10:31 Uhr fertiggestellt, am 26. September war die vom Mantel befreite Glocke fertig und am 3. Dezember wurde die fertige Glocke abgenommen.cite-ref-oo1952-15-2[15]
Die âStimme Ăsterreichsâ, wie sie auch genannt wird, schlĂ€gt auf voller LĂ€utehöhe 34 mal pro Minute an und hat eine Abklingdauer von etwa 200 Sekunden. Sie hat einen Durchmesser von 314 cm, ist insgesamt 294 cm hoch (bis zur Haube 246 cm) und hat eine maximale WandstĂ€rke von 23 cm bei einem Gewicht von 20.130 kg,cite-ref-oo1952-15-3[15] wozu noch der 613 kg schwere Klöppel und zusĂ€tzliches Material kommen, und hat insgesamt ĂŒber 21.000 kg. Damit ist sie, nach der Petersglocke im Kölner Dom (24.000 kg) und Maria Dolens im italienischen Rovereto (23.000 kg), die drittgröĂte Glocke West- und Mitteleuropas und die sechstgröĂte schwingende Glocke der Weltcite-ref-24[24]; bei anderen wird nur der Klöppel bewegt oder bei buddhistischen Tempel-Glocken mit einem Schlagbaum gearbeitet. Die Legierung hat einen Kupfergehalt von 80,6 Prozent, einen Zinngehalt von 18,4 Prozent und 1 Prozent sonstige Metalle. Angetrieben wird sie von zwei elf PS (2 Ă 8,1 kW) starken Motoren, die auf zwei ĂŒbergroĂe LĂ€utrĂ€der und das leicht gekröpfte Joch wirken.
In ihren Reliefs von Franz Forster (1896â1993)cite-ref-25[25] zeigt sie Motive von der TĂŒrkenbelagerung, vom Brand des Stephansdoms 1945 und die Unbefleckte EmpfĂ€ngnis nach einer werktreuen Wiedergabe jener der alten Pummerin. Auf den Armen der Henkelkrone sind sechs TĂŒrkenköpfe zu sehen. Bei den Reliefs stehen in lateinischer Sprache folgende Inschriften:cite-ref-religion2002-26-0[26] (Die Jahreszahlen sind in Form eines Chronogramms mit ĂŒbergroĂen Buchstaben kodiert. Sie stehen hier im Anschluss an die deutsche Ăbersetzung in arabischen Ziffern.)cite-ref-27[27]
1. Zur TĂŒrkenbelagerung: âFVSA EX PRAEDA TVRCORVM VRBE EXSANGVI HOSTIS POTENTIA FORTITER SVPERATA IVBILANTEâ âGegossen bin ich aus der Beute der TĂŒrken, als die ausgeblutete Stadt nach tapferer Ăberwindung der feindlichen Macht jubilierte.â 1711.
2. Zum Brand von St. Stephan: âCONFRACTA INCENDII AESTV RVI EX TVRRI VASTATA VRBE BELLO ANGOREQVE GEMENTEâ âGeborsten bin ich in der Glut des Brandes. Ich stĂŒrzte aus dem verwĂŒsteten Turm, als die Stadt unter Krieg und Ăngsten seufzte.â 1945.
3. Die Weiheinschrift lautet: âRESTAVRATA THEODORO CARDINALI INNITZER HENRICO GLEISSNER NAVANTE GEISZ CAROLO OPIFICE CONSECRATA REGINAE AVSTRIAE VT POTENTI EIVS PRECE SIT PAX IN LIBERTATEâ âWiederhergestellt unter Kardinal Theodor Innitzer, ĂŒber BemĂŒhung von Heinrich GleiĂner durch den Werkmeister Karl Geisz. Geweiht der Königin von Ăsterreich, damit durch ihre mĂ€chtige FĂŒrbitte Friede sei in Freiheit.â 1951.
Oberhalb der Weiheinschrift befindet sich das Wappen der Republik Ăsterreich, unterhalb das oberösterreichische Landeswappen, sowie die Wappen Kardinal Innitzers, des Linzer Bischofs Josef Fliesser und der GlockengieĂerei St. Florian.cite-ref-28[28]
Transport, Weihe und Aufzug
Am 21. Dezember 1951 wurde die Glocke in St. Florian verabschiedet und nach Linz gebracht.cite-ref-oo1952-15-4[15] Von 22. Dezember 1951cite-ref-29[29] bis 23. April 1952cite-ref-30[30] wurde sie im Hof des Oberösterreichischen Landesmuseums ausgestellt, der zu diesem Zweck extra ĂŒberdacht wurde, und eine Ausstellung ĂŒber die alte und die neue Pummerin zusammengestellt. Mit 70.000 Besuchern war es eine der erfolgreichsten Ausstellungen des Museums.cite-ref-31[31] In der Pflasterung vor dem SĂŒdportal des Linzer Landhauses wurde 1956 der sogenannte Glockenring der Pummerin eingelassen, ein Metallring mit dem Umfang der Pummerin, in Erinnerung daran, dass die Glocke von hier ihre Reise nach Wien angetreten hat.cite-ref-32[32] Diese begann am 25. April 1952 mit Ăbernachtung in St. Pölten. Die Glocke wurde mit einem mit zwei LKW bespannten Tieflader transportiert. In Wien wurde sie am 26. April um 16 Uhr auf dem Stephansplatz von einer jubelnden Menschenmenge empfangen und vom Kardinal geweiht. Unterwegs hatten unzĂ€hlige Menschen den Weg gesĂ€umt und die sowjetischen Soldaten an der Zonengrenze lieĂen den Konvoi unter Anwesenheit des sowjetischen Stadtkommandanten von St. Valentincite-ref-33[33] ausnahmsweise ohne Kontrolle von Transportschein und IdentitĂ€tsausweisen passieren.
Wegen der statischen Probleme, die die alte Glocke verursacht hatte, und einer weiteren SchwĂ€chung des SĂŒdturms â vor allem im Bereich der Glockenstube â durch die Brandhitze von 1945cite-ref-faber-34-0[34] wurde als Platz der neuen Pummerin der niedrigere und breitere Nordturm bestimmt. Da jener durch den Brand des Stephansdoms Schaden genommen hatte und zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wieder aufgebaut war, wurde sie in einen provisorischen Glockenstuhl aus Stahl gehĂ€ngt, der im Hof der DombauhĂŒtte Aufstellung fand. Dort wurde am 27. April um 2:40 Uhr testweise der Klöppel angeschlagen, ein Ereignis, auf welches einige Menschen am Stephansplatz gewartet hatten.cite-ref-35[35]
Am 27. April wurde sie beim Festgottesdienst zur Eröffnung des wiederhergestellten Chores zum ersten Mal gelĂ€utet. Zum Jahreswechsel 1952/1953 wurde das jĂ€hrliche NeujahrslĂ€uten als fixer Bestandteil der LĂ€uteordnung eingefĂŒhrt. Schon beim ersten Mal wurde eine zuvor erstellte Aufzeichnung vom Sender Rot-WeiĂ-Rot, als dort ĂŒbliche Neujahrsglocken, gesendet.cite-ref-36[36] Bei der Premiere vor dem Stephansdom brach beim zehnten Schlag der von der alten Glocke ĂŒbernommene Klöppel.cite-ref-az01011953-37-0[37] Die VĂEST spendete daraufhin einen neuen.cite-ref-faber-34-1[34] Im Mai 1953 wurde das endgĂŒltige elektrische LĂ€utwerk der Firma Bokelmann & Kuhlo aus Herford installiert, welche schon vor dem Krieg LĂ€utmaschinen an den Dom lieferte. Gespendet hatte es die Versicherungsanstalt österreichischer BundeslĂ€nder, heute in den UNIQA Versicherungen aufgegangen.cite-ref-38[38]
Am 3. Oktober 1957 wurde die Glocke in den Dom gebracht, wobei man beim Riesentor â wie auch bei der ersten Glocke â einen Teil der Seitensteine entfernen musste. Am 5. Oktober 1957 konnte sie schlieĂlich aufgezogen werden, am 13. Oktober wurde der Turmhelm geweiht und nach dem Evangelium ertönte sie erstmals am Turm.cite-ref-faber-34-2[34]
Weitere VerÀnderungen
Bald nach der Wiedereröffnung des Doms kam der Gedanke auf, ein neues FestgelĂ€ute, das klanglich auf die Pummerin abgestimmt sein sollte, anzuschaffen: Nach einigen Geldproblemen konnte der damalige NationalratsprĂ€sident Leopold Figl Spenden auftreiben und am 2. Oktober 1960 wurde unter anderem dieses GelĂ€ut in der Glockenstube des SĂŒdturms eingeweiht.cite-ref-39[39]
Nach einer elektromechanischen Steuerung bekam die Pummerin im Jahr 2003 ein elektronisches LĂ€utwerk der MUFF AG, die mit den beiden Antriebsmotoren ein gleichmĂ€Ăigeres Einschwingen der Glocke erlaubt und damit Glocke wie GlockengestĂŒhl weniger belastet.cite-ref-muff-ag-40-0[40] Am 23. April 2007 wurde die Glocke auĂertourlich um 18:00 Uhr und zum Kirchweihfest um 19:30 Uhr gelĂ€utet. Dabei wurde sie einem Belastungstest im Rahmen des europĂ€ischen Projektes ProBell unterzogen. Dazu wurden von der Hochschule Kempten und der Innsbrucker GlockengieĂerei Grassmayr Dehnungsmessstreifen, Beschleunigungssensoren und spezielle Messmikrophone angebracht, um die Belastungswerte beim Anschlagen zu messen und eventuell auch beginnende SprĂŒnge zu erkennen.cite-ref-ooe-187647-41-0[41]
2010 wurde das EuropĂ€ische Kompetenzzentrum fĂŒr Glocken ProBell an der Hochschule Kempten beauftragt, einen neuen Klöppel fĂŒr die Pummerin zu konstruieren, da die bereits im Jahr 2007 erfassten Beanspruchungen beim LĂ€uten sehr hoch waren und ein hohes Risiko fĂŒr ErmĂŒdungsrisse an der Glocke bestand. Ursache dafĂŒr war insbesondere der mit 886 Kilogramm sehr schwere Klöppel mit ungĂŒnstigen dynamischen Eigenschaften. Der neue Klöppel ist mit 613 Kilogramm etwa 30 % leichter als sein VorgĂ€nger und lĂ€utet die Glocke deutlich schonender, ohne dabei die klangliche Anregung der Glocke zu vernachlĂ€ssigen. Am Samstag, den 4. Dezember 2010, dem Tag der heiligen Barbara (auch Schutzheilige der Schmiede und GlockengieĂer), begann die baden-wĂŒrttembergische Firma Edelstahl Rosswag mit den Schmiedearbeiten fĂŒr den neuen Klöppel fĂŒr die Pummerin aus einem rund eine Tonne schweren Stahlblock; der fertige Klöppel wurde am 9. MĂ€rz 2011 an der Pummerin angebracht.cite-ref-rosswag-42-0[42] Die Technische Versuchs- und Forschungsanstalt der TU Wien untersuchte vor Einbau des neuen Klöppels, ob die vorhandene KlöppelaufhĂ€ngung weiter verwendet werden kann.cite-ref-tu-wien-43-0[43]cite-ref-orf-2011-03-09-44-0[44] Die Montage erfolgte unter der Leitung von Peter Grassmayr von der GlockengieĂerei Grassmayr.cite-ref-45[45]
LĂ€uteordnung
RegulÀre AnlÀsse
Die Pummerin wird einerseits zu festgelegten AnlÀssen gelÀutet.cite-ref-46[46] Darunter fallen hohe katholische Festtage wie Ostern, Pfingsten, Fronleichnam, Heiliger Abend und der Stefanitag (Hauptpatron der Kirche). Auch zum Jahreswechsel wird die Pummerin gelÀutet, eine Aufzeichnung davon ist immer der erste Programmpunkt des neuen Jahres im Radio- und Fernsehprogramm des ORF, gefolgt vom Donauwalzer.cite-ref-47[47] Zu Allerseelen (2. November) wird die Pummerin zum Angedenken der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs und am 23. April zum Domweihfest gelÀutet.
| Datum/Tag | Uhrzeit (Beginn) | Anlass |
|---|---|---|
| 24. Dezember | â 17:30 | Hl. Abend nach der Ersten Vesper (Hochfest der Geburt des Herrn) [ 48 ] |
| 24. Dezember | 23:55 | Hl. Abend zu Beginn der Christmette |
| 26. Dezember | â zw. 11:50 und 12:10 | Stefanitag [ 49 ] (nach dem Hochamt) |
| 31. Dezember | â 17:30 | Jahresschlussandacht |
| 1. JÀnner | 00:00 | EinlÀuten des neuen Kalenderjahres |
| Karsamstag | â zw. 23:00 und 23:45 | Ostergloria in der Osternacht (zum Auszug) |
| Ostersonntag | â zw. 11:50 und 12:10 | Hochfest der Auferstehung des Herrn (nach dem Hochamt) |
| 23. April | â zw. 19:20 und 19:30 | Domweihfest |
| Pfingstsonntag | â zw. 11:45 und 12:00 | Hochfest Pfingsten (nach dem Hochamt) [ 50 ] |
| Fronleichnam | â 09:30 | Beginn der Prozession |
| Fronleichnam | â 11:30 | nach dem Hochamt |
| 26. Oktober | â 19:00 | Nationalfeiertag (nach dem Hochamt) |
| 2. November | â 17:45 | Allerseelen |
Besondere AnlÀsse
Andererseits wird die Pummerin gelĂ€utet, wenn der Papst oder ein Wiener Erzbischof verstorben ist, ebenso nach der Wahl eines neuen Papstes und bei der Inthronisation eines Wiener Erzbischofs. Dann noch beim Trauergottesdienst fĂŒr einen verstorbenen österreichischen BundesprĂ€sidenten und dem eines Wiener BĂŒrgermeisters, und nach besonders tragischen Ereignissen wie z. B. im Gedenken an die Opfer von Kaprun.
Auswahl besonderer AnlÀsse, insbesondere neueren Datums, zu denen die Glocke zusÀtzlich zu den periodisch wiederkehrenden Terminen gelÀutet wurde:
| Datum | Anlass |
|---|---|
| 15. Mai 1955 | Zu Mittag nach der Unterzeichnung des Ăsterreichischen Staatsvertrags und um 16:45 Uhr zum Festgottesdienst [ 51 ] [ 52 ] |
| 22. November 1963 | Ermordung John F. Kennedys |
| 1. April 1989 | Beerdigung Kaiserin Zita |
| 10. April 2000 | BegrÀbnis von AltbundesprÀsident Rudolf KirchschlÀger |
| 17. November 2000 | Trauergottesdienst zum Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe am Kitzsteinhorn [ 53 ] |
| 11. September 2001 | TerroranschlĂ€ge am 11. September 2001 in New York City [ 54 ] (wĂ€hrend des Requiems fĂŒr Altbundeskanzler Josef Klaus ) [ 26 ] |
| 18. Dezember 2003 | âSymbolisches ProbelĂ€utenâ fĂŒr die Presse um 14:00 Uhr anlĂ€sslich der PrĂ€sentation der neuen elektronischen Steuerung [ 40 ] |
| 13. und 27. MĂ€rz 2004 | Am 13. MĂ€rz um 8:00 Uhr fĂŒr den in der Nacht verstorbenen Kardinal Franz König und am 27. MĂ€rz zum Trauergottesdienst [ 55 ] |
| 10. Juli 2004 | Trauergottesdienst fĂŒr BundesprĂ€sident Thomas Klestil [ 56 ] |
| 2., 3. und 8. April 2005 | Um 22:00 Uhr zum Tod, dann zum Gedenkgottesdienst und zum BegrÀbnis von Johannes Paul II. [ 57 ] [ 58 ] [ 59 ] |
| 19. April 2005 | Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst Benedikt XVI. |
| 23. Mai 2005 | Gottesdienst fĂŒr den neuen Papst [ 60 ] |
| 12. April 2005 | Um 14:30 Uhr zum Gedenken an die Zerstörung der alten Glocke vor 60 Jahren [ 61 ] |
| 8. Mai 2005 | 60. Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 |
| 15. Mai 2005 | 50. Wiederkehr der Unterzeichnung des Staatsvertrags und Wiedererlangung der Freiheit Ăsterreichs 1955 und gleichzeitig Pfingstsonntag [ 62 ] |
| 23. April 2007 | Um 18:00 Uhr wurde die Glocke auĂertourlich und um 19:30 Uhr zum Kirchweihfest gelĂ€utet und gleichzeitig ein Belastungstest durchgefĂŒhrt. [ 41 ] |
| 23. Juni 2007 | Totenfeierlichkeiten fĂŒr AltbundesprĂ€sident Kurt Waldheim [ 63 ] |
| 9. September 2007 | Einzug von Papst Benedikt XVI. im Stephansdom [ 64 ] |
| 26. Oktober 2007 | Festgottesdienst âfĂŒr Heimat und Vaterlandâ am Ăsterreichischen Nationalfeiertag [ 65 ] (erstmals) |
| 12. Mai 2008 | Bischofsweihe des neuen Wiener Weihbischofs Stephan Turnovszky [ 66 ] |
| 26. Oktober 2008 | Festgottesdienst âfĂŒr Heimat und Vaterlandâ am Ăsterreichischen Nationalfeiertag [ 67 ] |
| 8. November 2008 | Requiem fĂŒr den verstorbenen AltbĂŒrgermeister von Wien, Helmut Zilk [ 68 ] |
| 9. MÀrz 2011 | Einbau und Test des neuen Klöppels [ 42 ] [ 43 ] [ 44 ] |
| 16. Juli 2011 | Requiem fĂŒr den verstorbenen Otto von Habsburg-Lothringen [ 69 ] |
| 13. MĂ€rz 2013 | Wahl von Kardinal Jorge Mario Bergoglio zum Papst Franziskus |
| 12. April 2015 | 70. Jahrestag des Dombrandes 1945 [ 70 ] |
| 31. August 2015 | Trauergottesdienst fĂŒr die Opfer der FlĂŒchtlingstragödie bei Parndorf [ 71 ] |
| 16. April 2019 | SolidaritÀtsbekundung zum Brand von Notre-Dame de Paris |
| 12. April 2020 | 75. Jahrestag des Dombrandes 1945 |
| 4. Oktober 2020 | Orgelweihe im Stephansdom; zweimal : mit allen Domglocken zum Beginn des Gottesdienstes und Solo zum Abschluss des Gottesdienstes [ 72 ] |
| 3. November 2020 | GlockenlĂ€uten in allen Wiener Kirchen, zeitgleich zur âMinute des stillen Gedenkensâ an die Opfer des Terroranschlag in Wien am 2. November 2020 [ 73 ] |
| 25. Februar 2022 | AnlĂ€sslich einer ĂŒberkonfessionellen Gedenkminute fĂŒr den Frieden wegen des Russischen Ăberfalles auf die Ukraine [ 74 ] |
| 31. Dezember 2022 | Tod des frĂŒheren, 2013 zurĂŒckgetretenen Papstes Benedikt XVI. [ 75 ] |
| 13. MÀrz 2024 | Festgottesdienst im Rahmen der Gedenkfeier des 20. Todestages des ehem. Kardinals Franz König und der 60 Jahr-Feier des Pro Oriente |
| 8. Dezember 2024 | Aus Anlass der Einweihung von der Kathedrale Notre-Dame in Paris tags zuvor [ 76 ] |
| 21. April 2025 | Tod des Papstes Franziskus , PummerinlÀuten kurz nach 10 Uhr. [ 77 ] |
| 8. Mai 2025 | Wahl von Kardinal Prevost zum Papst Leo XIV. [ 78 ] |
| 11. und 12. Juni 2025 | Gedenkminute nach dem Amoklauf in Graz am 10. Juni 2025, anschlieĂend am 12. Juni 2025 zum interkulturellen Gedenkgottesdienst [ 79 ] |
| 17. Oktober 2025 | Ernennung von Josef GrĂŒnwidl zum Erzbischof von Wien [ 80 ] |
Weitere Pummerinnen
Wien
âą Die 1945 beim Brand zerstörte zweitgröĂte Glocke des Wiener Stephansdomes wurde Halbpummerin genannt, die ebenfalls zerstörte drittgröĂte Glocke hieĂ Viertelpummerin. Noch heute wird die zweitgröĂte Domglocke â die Stephanusglocke â manchmal als Halbpummerin bezeichnet. Die Bezeichnung Viertelpummerin fĂŒr die drittgröĂte Glocke â die Leopoldsglocke â ist aber nicht mehr gebrĂ€uchlich.
âą Nur wenige Gehminuten vom Stephansdom entfernt hĂ€ngt eine weitere Pummerin: die groĂe Glocke der Wiener Jesuitenkirche, eine der schönsten und wohlklingendsten Glocken Ăsterreichs. Sie wurde 1631 von Friedrich Reinhart in Innsbruck gegossen und per Schiff nach Wien transportiert. Ihr Durchmesser betrĂ€gt 180 cm, ihr Gewicht ca. 3.800 kg, und ihr Schlagton ist b0 â2/16.cite-ref-wernisch-23-1[23]
âą In Wien gibt es noch eine Pummerin: die groĂe Glocke der Pfarrkirche Neusimmering wird Simmeringer Pummerin genannt. Es handelt sich um eine Stahlglocke der Firma Böhler, gegossen 1926. Ihr Durchmesser betrĂ€gt ca. 180 cm, ihr Gewicht ca. 3.000 kg, ihr Schlagton ist h0.cite-ref-wernisch-23-2[23]
Niederösterreich
âą Die groĂe Glocke der Piaristenkirche in Krems an der Donau (Niederösterreich) wird Piaristenglocke oder auch Kremser Pummerin genannt: gegossen 1702 von Mathias Prininger in Krems, Durchmesser 208 cm, Gewicht 5.016 kg, Schlagton g0 +2/16.cite-ref-wernisch-23-3[23]
âą Die groĂe Glocke des Stiftes Herzogenburg in Niederösterreich wird Bummerin genannt: gegossen 1719 von Franz Ulrich Scheichel in Wien, Durchmesser 188 cm, Gewicht 3.864 kg, Schlagton a0 â4/16.cite-ref-wernisch-23-4[23]
âą Die groĂe Glocke der Stadtpfarrkirche St. Stephan in Tulln an der Donau (Niederösterreich): gegossen 1752 von Franz Wucherer in Wien, Durchmesser 188 cm, Gewicht 4.224 kg, Schlagton a0 +2/16.cite-ref-wernisch-23-5[23] Die zweitgröĂte Glocke nach der Pummerin wird Halbpummerin genannt: gegossen 2013 von Rudolf Perner, Durchmesser 142 cm, Gewicht 1.678 kg, Schlagton cis1.
âą Die groĂe Glocke der Pfarrkirche Bruck an der Leitha, gegossen 1752 von Johann Josef Pfrenger aus Wien, Durchmesser 158 cm, Gewicht 2.339 kg, Schlagton h0 â2/16.cite-ref-wernisch-23-6[23]
âą Die groĂe Glocke der Pfarrkirche Wullersdorf: gegossen 1965 von Josef Pfundner II. in Wien, Durchmesser 128 cm, Gewicht 1268 kg, Schlagton dis1±0/16.cite-ref-81[81]
Bayern
âą Die gröĂte Passauer Domglocke ist die Pummerin im Schlagton fis0 â8/16. Sie hat einen Durchmesser von 232 cm und ein Gewicht von 7.850 kg. Die Glocke wurde 1952 von der GlockengieĂerei Rudolf Perner in Passau gegossen.cite-ref-82[82]
âą Vom Turm des LiebfrauenmĂŒnsters in Donauwörth erklingt die Pummerin, die mit ihren 6.550 kg als die gröĂte Glocke in Schwaben gilt. Sie wurde ursprĂŒnglich 1512 gegossen und nach einem Sprung von Johannes Schelchshorn aus Neuburg an der Donau im Jahre 1677 umgegossen. Nach einem erneuten Sprung goss sie Theodor Wolfart aus Kempten 1886 neu. Ihr Schlagton ist as0.cite-ref-83[83]cite-ref-84[84]
Böhmen
âą Die schwerste Glocke im Schwarzen Turm (tschechisch ÄernĂĄ vÄĆŸ) in Budweis ist die Bumerin. Sie wurde 1723 vom Linzer GlockengieĂer Silvius Creuz mit einem Gewicht von knapp 3,5 Tonnen gegossen.cite-ref-85[85]cite-ref-86[86]
Literatur
âą Emil HĂŒtter: Die groĂe Glocke bei St. Stephan zu Wien. In: Berichte und Mittheilungen des Alterthums-Vereines zu Wien. Band XIII. Karl Gronemeyr, Wien 1873, S. 1â9 (Text in der Google-Buchsuche).
âą Hans Wopelka (Autor), Amt der Oberösterreichischen Landesregierung (Hrsg.): Die neue Pummerin: 5. Sept. 1951. GuĂ der vom Lande Oberösterreich fĂŒr den Wiener Stefansdom gespendeten Glocke durch die oö. Glocken- und MetallgieĂerei St. Florian, Buchdruck des Amtes der oberösterreichischen Landesregierung, Linz 1951, 12 S.
âą Karl Geisz: Die alte und die neue Pummerin. In: Musica Orans, 4. Jahrgang, Nr. 3, Wien/Graz 1952, S. 4â6.
âą Hans Wopelka: Die alte und die neue Pummerin. In: Oberösterreichische Landschaft, 2. Jahrgang, Heft 1/2, Volk, Kultur, Sport, 1952, S. 24â29.
âą Domkapellmeister Anton Wesely: Die alte und die neue Pummerin. In: Oskar GĂŒrth, Gabrielle Thun (Hrsg.): Der Dom zu St. Stephan in Wien. Festschrift zur Wiedereröffnung des albertinischen Chores A.D.1952, Eigenverlag der Dompfarre, Wien 1952.
⹠Viktor Flieder, Franz Loidl: Stephansdom: Zerstörung und Wiederaufbau: Chronik und Dokumentation, Band 3 von Veröffentlichungen des Kirchenhistorischen Instituts der Katholisch-Theologischen FakultÀt der UniversitÀt Wien, Wiener Dom-Verlag, 1967.
âą Felix Czeike (Hrsg.): Historisches Lexikon Wien. Band 4, Kremayr & Scheriau, Wien 1995, ISBN 3-218-00546-9, S. 615 (Digitalisat).
Film
âą Pummerin â Die Stimme Ăsterreichs. Dokumentarfilm, Ăsterreich, 2016, 43:23 Min., Buch und Regie: Peter Beringer, Produktion: embfilm, ORF III, Reihe: ORF III Themenmontag, Erstsendung: Ostermontag, 28. MĂ€rz 2016 bei ORF III, Inhaltsangabe von ORF III (3sat-Mediathek).
Weblinks
Commons
: Pummerin
â Sammlung von Bildern und Audiodateien
âą Eintrag zu Pummerin im Austria-Forum (im Heimatlexikon)
Audio- und Video-Dateien
âą Linz-Wien: Stephansdom und Pummerin wieder vereint / Die Pummerin kehrt heim. â Video der Austria Wochenschau vom 2. Mai 1952, Vienna Podcast / Film Archiv Austria.
âą mediathek.at: 30 Jahre Pummerin in Wien (26. April 1982).
âą Die Pummerin des Stephansdomes (31. Dezember 2016) auf YouTube.
⹠Video mit dem GelÀut der alten Pummerin (2:48 min) auf YouTube.
Einzelnachweise
cite-note-11. â Eduard Castle: Wiener Glocken. In: Neues Wiener Tagblatt. 1. April 1941 (Digitalisat).
cite-note-22. â Josef Pfundheller: Der St. Stephansthurm zu Wien und seine Schicksale. In: Oesterreichisches Morgenblatt. Zeitschrift fĂŒr Vaterland, Natur und Leben / Oesterreichisches Morgenblatt, 11. Dezember 1841, S. 2 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/osm
cite-note-0-33. â Erzdiözese Wien: Vor 74 Jahren brannte mit dem Stephansdom das Herz von Wien. Abgerufen am 6. Oktober 2020.
cite-note-dutzele-44. â Gerhard Robert Walter von Coeckelberghe-DĂŒtzele, Anton Köhler (Hrsg.): CuriositĂ€ten- und Memorabilien-Lexicon von Wien: ein belehrendes und unterhaltendes Nachschlag- und Lesebuch in anekdotischer, artistischer, biographischer, geschichtlicher, legendarischer, pittoresker, romantischer u. topographischer Beziehung II. Band, Realis, 1846, S. 262: âPummerin (Die)â, (Online in der Google-Buchsuche).
cite-note-trapp-55. â Umrechnung nach: Wolfgang Trapp: Kleines Handbuch der MaĂe, Zahlen, Gewichte und der Zeitrechnung, Komet MA-Service und Verlagsgesellschaft, Frechen 1998, ISBN 3-89836-198-5: S. 229: Wiener FuĂ 18. Jh: 32,032 cm; (19. Jh.: 31,610 cm; amtliche Umrechnung: 31,6081 cm) S. 23: 1 FuĂ = 12 Zoll beim deutschen LĂ€ngenmaĂ (bei Geometrischen Einteilungen manchmal: 1 FuĂ = 10 Zoll) S. 241: Wiener Handelspfund: 560,012 g; 100 Pfund = 1 Zentner (56 kg).
cite-note-66. â Wien. [2]. In: Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Band 19: WeckâZz und NachtrĂ€ge. Altenburg 1865, S. 178â191 (Digitalisat. zeno.org).
cite-note-camesina-77. â Albert Camesina: Wienâs BedrĂ€ngniĂ im Jahre 1683 â [2. Teil] â Begebenheiten ausserhalb Wien wĂ€hrend der zweiten TĂŒrkenbelagerung 1683. In: Verein fĂŒr Geschichte der Stadt Wien (Hrsg.): Berichte und Mittheilungen des Alterthums-Vereines zu Wien. Jahrgang 1864, Band 8, In Commission der Buchhandlung Prandel und Meyer, Wien 1865, S. 135â137, FuĂnote 2, mit zeitgenössischen Zitaten aus dem Wiennerischem Diarium Nr. 862, 873, 874, 886 und der Kameramtsrechnung (Online in der Google-Buchsuche)
cite-note-88. â Werner Arnold Steinhausen: Grundrissplan der Stadt Wien mit dem Glacis und angrenzenden Teilen der VorstĂ€dte, 1710, Reproduktion durch Gustav Adolph Schimmer als Farbpause 1847 (Online, Ausschnitt 8 / Zeile 3 Spalte 2).
cite-note-99. â Ignaz De Luca: Wiens gegenwĂ€rtiger Zustand unter Josephs Regierung, Georg Philipp Wucherers, Wien 1787, S. 78 âFischerthorâ, S. 286 âSchanzlthorâ (der Name wurde vor allem fĂŒr ein danebenliegendes Tor Richtung Nordosten verwendet. Als Schanzl wurde der Streifen zwischen Stadtmauer und Donauufer bezeichnet.)
cite-note-1010. â Memo â Ideen, Mythen, Feste: Wolfgang Slapansky: âDie Pummerinâ â Geschichte einer Institution. Radiosendung in Ă1, oe1.orf.at, 1. JĂ€nner 2016, 19:05 Uhr.
cite-note-1111. â Rudolf Koch: Ergebnisse der bisherigen bauanalytischen Untersuchung an der Westanlage und am âRiesentorâ von St. Stephan in Wien, univie.ac.at, 1992â1997; abgeĂ€ndert veröffentlicht in: Friedrich Dahm (Hrsg.): Das Riesentor. Verlag der Ăsterreichischen Akademie der Wissenschaften, 2008, ISBN 978-3-7001-3690-3, S. 107â130.
cite-note-1212. â Herzlicher Empfang von der Stadtgrenze bis zum Stephansplatz. Tausende sahen die Riesenglocke â Der Dom im Flaggenschmuck. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,â 27. April 1952, S. 5.
cite-note-1313. â Franz Tschischka: Die Metropolitankirche zu St. Stephan in Wien. Carl Gerold, Wien 1841, S. 118.
cite-note-1414. â Wien, 1. Juli 1739. In: Wienerisches Diarium / Wiener Zeitung, Num. 52, 1. Juli 1739, S. 538 (Tagesseite Nr. 6).
cite-note-oo1952-1515. â Artikel ĂŒber die Pummerin in einem Oberösterreich Magazin aus dem Jahr 1952 (Memento vom 19. Juli 2009 im Internet Archive), linzansichten.at, letztgenanntes Datum im Bericht: 21. Dezember 1951.
cite-note-1616. â Reinhard H. Gruber: Der Wiener Stephansdom â PortrĂ€t eines Wahrzeichens, Innsbruck 2011, S. 63.
cite-note-1717. â Franz Zehetner, Ernst Zöchling: 50 Jahre Pummerin am Nordturm. In: Der Dom. Mitteilungsblatt des Wiener Domerhaltungsvereins (PDF; 465 kB), 2/2007, S. 5â7.
cite-note-1919. â Gerhard Frey: Rundgang um den Stephansdom, www.ganz-wien.at; aufgerufen am 15. April 2009.
cite-note-2020. â Domkapellmeister Anton Wesely: Die alte und die neue Pummerin. In: Oskar GĂŒrth, Gabrielle Thun (Hrsg.): Der Dom zu St. Stephan in Wien. Festschrift zur Wiedereröffnung des albertinischen Chores A.D.1952. Eigenverlag der Dompfarre, Wien 1952.
cite-note-2121. â Karl Rudolf: Aufbau im Widerstand, Salzburg 1947, S. 18; zitiert nach: Max Liebmann: Die Urfassung der âFeierlichen ErklĂ€rungâ vom MĂ€rz 1938. In: Neues Archiv fĂŒr die Geschichte der Diözese Linz, 2. Jahrgang, Heft 1, Linz 1982/83, S. 83, Anm. 6 (ooegeschichte.at [PDF; 1,9 MB]).
cite-note-2222. â âPummerinâ lĂ€utet das neue Jahr ein, wien.orf.at, 31. Dezember 2010.
cite-note-wernisch-2323. â Jörg Wernisch: Glockenkunde von Ăsterreich. Journal-Verlag, Lienz 2006.
cite-note-2424. â 1. Tokinosumika-Glocke, Japan; 2. Millenniumsglocke, USA; 3. groĂe Glocke der Kathedrale der Erlösung des Volkes, RumĂ€nien; 4 Petersglocke, Deutschland; 5. Campana dei Caduti ''Maria Dolens'', Italien.
cite-note-2525. â Fritz Feichtinger: Bruckner & Forster â Die Brucker-BĂŒsten von Franz S. Forster, St. Florian In: Landesinstitut fĂŒr Volksbildung und Heimatpflege in Oberösterreich (Hrsg.): Oberösterreichische HeimatblĂ€tter. Jahrgang 41, Linz 1987, Heft 4, S. 354â356 (ooegeschichte.at [PDF; 1,1 MB]).
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cite-note-8484. â Die âPummerinâ des MarienmĂŒnsters zu Donauwörth
cite-note-8585. â Touristinfo zum Schwarzen Turm in Budweis
48.20856388888916.373011111111coordinatesKoordinaten: 48° 12âČ 30,8âł N, 16° 22âČ 22,8âł O